04.10.2023

ARA feiert 30 Jahre Ressourceneffizienz durch Kreislaufwirtschaft

Ein Abend im Zeichen der Kreislaufwirtschaft: Die ARA feierte ihren 30. Geburtstag. Zu diesem Anlass trafen sich 150 Branchenvertreter:innen am 3. Oktober zu einem Event im Erste Campus.

30 Jahre ARA c ARA Jolly Schwarz

v.l.n.r.: Martin Prieler (ARA), Harald Hauke (ARA), Günther Lehner (ALPLA), Ina Sabitzer (Moderatorin), Peter Oswald (Mayr-Melnhof), Sonja Zak (Lenzing), Marianne Neumüller-Klapper (Nespresso), Roland Wernik (Salzburg Wohnbau) / © ARA/Jolly Schwarz

150 Gäste gratulierten der treibenden Kraft der Kreislaufwirtschaft am 3. Oktober zum Jubiläum in der Grand Hall des Erste Campus. Unter ihnen Bundesministerin Leonore Gewessler, die in ihrer Key Note die Bedeutung der Circular Economy für die zukünftige Wirtschaftsentwicklung betonte.

Der Geburtstag unterstreicht auch die führende Rolle Österreichs im europäischen Recycling: Denn dieses Ergebnis ist der erfolgreichen Umsetzung der Produzentenverantwortung zu verdanken. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Lizenzpartner:innen konnten Verpackungen effizient gesammelt und umweltschonend zu neuen Rohstoffen verarbeitet werden. „Die mehr als 16.000 Kund:innen der ARA sind ein wichtiger Eckpfeiler bei der Umsetzung der Circular Economy. Wir haben die letzten 30 Jahre über 14 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente eingespart und die Kreislaufwirtschaft in Österreich gemeinsam mit unseren Partner:innen gestaltet“, bedankte sich Harald Hauke bei der österreichischen Wirtschaft für die Zusammenarbeit und das Vertrauen. So konnte die ARA die Erfassungsmenge aus Haushalt, Gewerbe und Industrie in den letzten drei Jahrzehnten kontinuierlich um 60 Prozent steigern.

3 Ö’s – Ökonomie, Ökologie und Österreich

Das Firmenjubiläum regte zum Austausch über die Gegenwart, aber vor allem die Zukunft der Kreislaufwirtschaft an. Im Rahmen von „Ö-Talks“, beleuchtete ein hochkarätiges Podium die Themen Ökonomie, Ökologie und Österreich. Den Auftakt gestaltete das ARA Vorstandsduo Harald Hauke und Martin Prieler gemeinsam mit Marianna Neumüller-Klapper von Nespresso und Sonja Zak von Lenzing. Klimaschutzministerin Leonore Gewessler machte auf die Verantwortung für Politik und Wirtschaft in der Kreislaufwirtschaft aufmerksam. Die Circular Economy lebe von Kooperationen, waren sich Günther Lehner von ALPLA, Peter Oswald von Mayr-Melnhof und Roland Wernik von Salzburg Wohnbau bei der Podiumsdiskussion einig. Die nächsten 30 Jahre heißt es, Recycling und Zirkularität in sämtlichen konsumbasierten Produkten mitzudenken, betonten die beiden ARA Vorstände. Mit Projekten wie dem Textilrecycling mit Lenzing, Rigips-Recycling mit Saint Gobain Austria und Salzburg Wohnbau sowie Kaffeekapsel-Recycling mit dem Österreichischen Kaffee- und Teeverband öffnet die ARA neue Wertschöpfungskanäle. Ziel sei es, die Zirkularitätsrate in Österreich zu erhöhen. Gelingen soll das unter anderem durch das Zurverfügungstellen sowie die verstärkte Nutzung von Sekundärrohstoffen.

Vom Sammelsystem zum Circular Economy Consultant

„Vor 30 Jahren war Abfall noch notwendiges Übel, heute ist er begehrter Rohstoff und Motor einer neuen weltweiten zirkulären Ökonomie“, so Harald Hauke, Vorstandssprecher der ARA. Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz erfordern zudem enge Kooperationen und Partnerschaften „Die ARA ist längst nicht nur eine Dienstleisterin, sondern vielmehr Gestalterin der Kreislaufwirtschaft in Österreich. Wir sehen es als unsere Verantwortung, das Know-how, das wir in den letzten 30 Jahre aufgebaut haben, für eine nachhaltige Wertschöpfungskette zu nutzen. Auf Kreislaufwirtschaft folgt Rohstoff- und Ressourcensicherheit und damit ein wichtiger Beitrag für eine widerstandsfähige Wirtschaft“, erklärte Martin Prieler. Er wies auf die Bedeutung der neuen Sortieranlage in Ennshafen hin – die modernste Europas –, die im ersten Quartal 2024 ihren Betrieb aufnehmen wird. Damit schafft die ARA ab 2025 wichtige Kapazität, um die die EU-Recyclingziele zu erreichen. Das internationale Joint Venture gemeinsam mit dem Deutschen Grünen Punkt und Bernegger markiert einen wesentlichen Schritt in Richtung einer ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Zukunft in Österreich.